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Wissenschaftliches über Cannabidiol (CBD)

Über die Wirkung von Cannabidiol gibt es bereits viele Erkenntnisse. Die ersten Erforschungen in den Anfangsjahren stammten zunächst aus der Tierforschung oder von Untersuchungen klinischer Zellproben. Doch gerade in den letzten Jahren steigt die Anzahl verfügbarer klinischer Studien, welche den Wirkstoff an kranken und gesunden Menschen getestet haben. Die Ergebnisse dieser Studien und Untersuchungen lassen folgende Aussagen wissenschaftlich untermalen.

Wie ist der Wirkungsmechanismus von CBD?

CBD interagiert mit dem Endocannabinoid System (ECS). Das ECS besteht im Wesentlichen aus 

  • Rezeptoren (CB1, CB2, GPR55, etc.)
  • Ionenkanälen (TRPV1, TRPA1, etc.)
  • Enzymen zur Bildung aus Vorstufen
  • Enzyme für den Abbau (z.B. FAAH/Fatty Acid Amid Hydrolase, MAGL/Monoacylglycerolipase)
  • Transport-Proteinen für die Aufnahme der Endocannabinoide in die Zelle
  • Endocannabinoiden (Anandamid/AEA, 2-Arachidonoylglycerol/2-AG, etc.)
  • Mehr als 65 Bindungsstellen für CBD sind bisher in der Literatur beschrieben worden, relevant für physiologisch erzielbare Konzentrationen dürften jedoch nur etwa ein Dutzend sein.

Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung bindet CBD nicht vorrangig an die klassischen Rezeptoren CB1 und CB2, sondern interagiert hauptsächlich mit dem G-Protein Coupled Receptor GPR55, dem Peroxisome Proliferator-Activated Receprot gamma (PPARγ) und Ionenkanälen wie den Vanilloiden Transient Receptor Potential Channels (TRPV1, TRPA1).

CBD ist ein vollständiger Agonist des Transient Receptor Potential Vanilloid Typ 1 (TRPV1), der eine wichtige Rolle bei der Reaktion auf heiße und gesundheitsschädliche Substanzen spielt. TRPV1 ist ein Nozizeptor: Wenn der Rezeptor ausreichend stimuliert wird, werden Signale ans Gehirn gesendet. Hierdurch wird eine Reihe von automatischen Reaktionen ausgelöst, einschließlich einer Schmerzempfindung.

Verschiedene Cannabinoide, inklusive der Endocannabinoide Anandamid und N-Arachidonyl-Dopamin (ein Agonist des CB1-Rezeptors), beeinflussen den TRPV1-Rezeptor. Umgekehrt beeinflussen mehrere Vanilloide die Cannabinoid-Rezeptoren, unter anderem Olvanil und Pseudocapsaicin (Nonivamid), jedoch nicht Capsaicin selbst. Die enge chemische Verwandtschaft zwischen vielen Vanilloiden und Cannabinoiden hat die Forscher zu der Schlussfolgerung veranlasst, dass die Erforschung von Vanilloid-Cannabimimetika  (Substanzen, die Cannabinoide nachahmen) ein großes therapeutisches Potenzial birgt.

Darüber hinaus ist erwiesen, dass CBD als ein Agonist des 5HT1a-Rezeptors wirkt(24). Dieser Rezeptor steuert die Expression von Serotonin (5HT) im zentralen Nervensystem, und das könnte viele der angst- und depressionslindernden Eigenschaften von CBD erklären. Zudem hat CBD eine regulierende Wirkung auf die Mu- und Delta-Opioidrezeptoren, die für die betäubende und euphorische Reaktion während des Cannabiskonsums mitverantwortlich sind, was diesen Effekt bei dem Konsumenten insgesamt wohl verstärkt.

Auf CB1 und CB2 Rezeptoren (Hauptbildungsstellen von THC), wirkt CBD als nicht-kompetitiver nagativ-allosterischer Modulator von CB1. CBD ist weder ein Agonist noch eine Antagonist, sondern behindert die Bindung von THC an diese Rezeptoren(23). Dies erklärt das Fehlen psychoaktiver Nebenwirkungen und stützt die These, dass CBD in seiner Wirkungsweise der Gegenspieler von THC ist.

(23) R B Laprairie, A M Bagher, M E M Kelle, E M Denovan-Wright. Cannabidiol is a negative allosteric modular of the cannabinoid CB1 receptor. British Journal of Pharmacology, 27. July 2015 Link
(24) Russo EB, Burnett A, Hall B, Parker KK. Agonistic properties of cannabidiol at 5-HT1a receptors. Neurochempcal Res. August 2005 Link

Cannabidiol ist eine enorm wirksame Substanz bei Ängsten. Zum einen kann CBD das Auftreten von Ängsten unterdrücken. Zum anderen kann CBD das Vergessen oder Verdrängen von angstmachenden und traumatisierenden Erinnerungen erleichtern. Interessant ist dieser Fakt vor allem für Sportler, die unter großem Leistungsdruck stehen und in Wettkampfsituationen Probleme damit haben. Auch posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) nach Unfällen oder Verletzungen können durch CBD gelindert werden (4).

1.1 CBD kann bei Angstzuständen hilfreich sein (1)

Wie eine der zahlreichen Studien zeigt reichen bereits geringe Dosierungen CBD aus, um bei Ängsten hilfreich zu sein. Eine Studie mit 49 Teilnehmern hat gezeigt, dass bereits Dosierungen von 30mg CBD wirksam sind (1)

(1) Das RK, Kamboj SK, Ramadas M, Yogan K, Gupta V, Redman E, Curran HV, Morgan CJ. Cannabidiol enhances consolidation of explicit fear extinction in humans. Psychopharmacology (Berl). 2013 Apr;226(4):781-92 Link

1.2 CBD kann bei der Regulierung von Emotionen und emotionaler Gedächtnisverarbeitung hilfreich sein (2)(3)

CBD kann einerseits das Auftreten von Ängsten unterdrücken. Daneben zeigen Studien, dass CBD das Vergessen oder Verdrängen von angstmachenden und traumatisierenden Erinnerungen erleichtern kann. (2)

(2) Lee JL, Bertoglio LJ, Guimarães FS, Stevenson CW. Cannabidiol regulation of emotion and emotional memory processing: relevance for treating anxiety-related and substance abuse disorders. Br J Pharmacol. 2017 Mar 7 Link
(3) Norris C, Loureiro M, Kramar C, Zunder J, Renard J, Rushlow W, Laviolette SR. Cannabidiol Modulates Fear Memory Formation Through Interactions with Serotonergic Transmission in the Mesolimbic System. Neuropsychopharmacology. 2016 Nov;41(12):2839-2850 Link

1.3 CBD kann positive Auswirkungen bei unvorhergesehenen Stress-Situationen haben (4)

In einer Studie an gestressten Mäusen beobachteten Wissenschaftler, dass CBD die Wirkungen auf das Verhalten durch unvorhersehbaren Stress „vermutlich aufgrund einer Erleichterung der Endocannabinoid-Neurotransmission und anschließender CB1/CB2-Receptoraktivierung“ verursacht.

(4) Fogaça MV, et al. The anxiolytic effects of cannabidiol in chronically stressed mice are mediated by the endocannabinoid system: Role of neurogenesis and dendritic remodeling. Universität von São Paulo, Ribeirão Preto, Brasilien. Neuropharmacology. 2018;135:22-33. Link

1.4 CBD kann bei akuten Angstzuständen hilfreich sein (5)

CBD kann ebenso bei akuten Angstzuständen hilfreich sein. Besonders wirksam scheint CBD besonders dann zu sein, wenn die Ängste durch negative Erinnerungen hervorgerufen werden. (3)

(5) Jurkus R, Day HL, Guimarães FS, Lee JL, Bertoglio LJ, Stevenson CW. Cannabidiol Regulation of Learned Fear: Implications for Treating Anxiety-Related Disorders. Front Pharmacol. 2016 Nov 24;7:454 Link

 

 

CBD besitzt krampflösende und entspannende Eigenschaften. Im Gegensatz zu THC macht CBD jedoch nicht explizit müde und wirkt bei manchen Personen sogar anregend. Dennoch gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass CBD bei Durchschlafstörungen und Einschlafstörungen hilfreich zu sein scheint.(5)(27) Diese Eigenschaften ist vor allem auf die angstlösende und entspannende Wirkung von CBD zurück zu führen. Sportler, die bis spät in die Nacht hart trainieren, berichteten unisono von einer entspannenden Wirkung und verbessertem Schlaf.

(5)Babson KA, Sottile J, Morabito D. Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature. Curr Psychiatry Rep. 2017 Apr;19(4):23 Link

(27)Shannon S., Opila-Lehman J.: Effectiveness of Cannabidiol Oil for Pediatric Anxiety and Insomnia as Part of Posttraumatic Stress Disorder: A Case Report.
The Permanente Journal 2016 Fall; 20(4): 108-111 Link

CBD werden stark entzündunghemmende und schmerzstillende Eigenschaften zugewiesen. Die Einsatzgebiete von Cannabidiol und anderen Cannabinioden sind unter anderem in der Krebstherapie und bei chronischen starken Schmerzen. Die bisher veröffentlichten Studien basierten zum größten Teil auf die gesamte Cannabis-Pflanze inklusive dem psychoaktiven THC. Studien zeigten eine Schmerzlinderung, die aber meist nicht im Verhältnis zu den Nebenwirkungen stand. Im Gegensatz dazu wurden bei Untersuchungen mit reinem CBD die schmerzstillende Wirkung bestätigt, ohne die Cannabiniod-Typischen Nebenwirkungen (6)

(6) Casey SL, Vaughawn CW, Plant-Based Cannabinoids for the Treatment of Chronic Neuropathic Pain Link

Auch bei chronischen Schmerzen wurde CBD in klinischen Untersuchungen erfolgreich eingesetzt. So ergab eine Behandlung von Nierentransplantierten Patienten in Uruguay eine starke bis zeitweise Schmerzlinderung. (7)

(7) Cuñetti L1, Manzo L2, Peyraube R3, Arnaiz J4, Curi L2, Orihuela S2. Chrinic Pain Treatment with Cannabidiol in Kidney Transplant Patients in Uruguay Link

Die entzündungshemmenden Eigenschaften schreibt man vor allem dem Fakt zu, dass CBD als Agonist des CB2-Rezeptors sehr hohes Potential hat. (13)

(13) Thomas A, Baillie GL, Phillips AM, Razdan RK, Ross RA, Pertwee RG. Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro. Br J Pharmacol. 2007 Mar;150(5):613-23 Link

Leistungssport, insbesondere Hochleistungssport erhöhen den oxidativen Stress signifikant. Der Oxistatus beim trainierenden Leistungssportler ähnelt oft dem eines schwer kranken Menschen. Dieser oxidative Stress, der durch eine erhöhte Konzentration freier Radikale entsteht, verhindert nicht nur eine angemessene Regeneration, er ist auch gefährlich. Eine überhöhte Anzahl von Freien Radikalen, welche die Zellen angreifen, können einen vorzeitigen Alterungsprozess auslösen und chronische Erkrankungen in ihrer Entwicklung beschneunigen. Studien und Untersuchungen, die vor allem bei Krebspatienten während der Chemotherapie durchgeführt wurden, zeigen, dass CBD eine Schutzwirkung auf die Zellen (9)(10) und sogar das Erbgut (8) hat.

(8) Yamaori S, Kinugasa Y, Jiang R, Takeda S, Yamamoto I, Watanabe K. Cannabidiol induces expression of human cytochrome P450 1A1 that is possibly mediated through aryl hydrocarbon receptor signaling in HepG2 cells. Life Sci. 2015 Sep 1;136:87-93 Link
(9)Santos NA, Martins NM, Sisti FM, Fernandes LS, Ferreira RS, Queiroz RH, Santos AC. The neuroprotection of cannabidiol against MPP⁺-induced toxicity in PC12 cells involves trkA receptors, upregulation of axonal and synaptic proteins, neuritogenesis, and might be relevant to Parkinson’s disease. Toxicol In Vitro. 2015 Dec 25;30(1 Pt B):231-40 Link

Im Gegensatz zum bekanntesten Cannabiniod THC wirkt CBD nicht psychoaktiv. In einer Tierstudie konnten Wissenschaftler eine erhöhte Neuregenese und verbesserte kognitive Fähigkeiten bei geschädigten Tieren feststellen (10). Gerade in der amerikanischen Football League (NFL) war der Druck zur Freigabe von CBD nach dem WADA-Code groß, weil sie ihre Spieler nach Gehirnerschütterungen mit Cannabidiol behandeln wollen. Doch nicht nur bei kranken und verletzten Personen dürfte CBD positive Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten haben. Zahlreiche Feedbacks unserer Testpersonen zu gesterigerter Konzentration und verlangsamter mentaler Ermüdung scheinen diese Annahme zu bestätigen. Wissenschaftliche Untersuchungen dazu stehen allerdings im Moment noch aus.

(10) Mori MA, Meyer E, Soares LM, Milani H, Guimarães FS, de Oliveira RM.Cannabidiol reduces neuroinflammation and promotes neuroplasticity and functional recovery after brain ischemia. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2017 Apr 3;75:94-105 Link

In verschiedenen Untersuchungen zeigte Cannabidiol antidepressive Eigenschaften. Es konnte nachgewiesen werden, dass Cannabidiol in den Hirnstoffwechsel eingreift und die Wirkung von Serotinin (11) und Glutamat (12) erhöht, was zu einer deutlich spürbaren Anhebung der Stimmung führen kann. Für Sportler kann dies unter anderem in Verletzungspausen interessant sein, da durch die redzuierte Körperliche Belastung und die ausbleibenden Endorphine der Serotoninspiegel sinken kann. Auch bei mentalen Tiefs und Motivationsproblemen kann eine Verwendung von CBD hilfreich sein.

(11) Shoval G, Shbiro L, Hershkovitz L, Hazut N, Zalsman G, Mechoulam R, Weller A. Prohedonic Effect of Cannabidiol in a Rat Model of Depression. Neuropsychobiology. 2016;73(2):123-9 Link 
(12) Linge R, Jiménez-Sánchez L, Campa L, Pilar-Cuéllar F, Vidal R, Pazos A, Adell A, Díaz Á. Cannabidiol induces rapid-acting antidepressant-like effects and enhances cortical 5-HT/glutamate neurotransmission: role of 5-HT1A receptors. Neuropharmacology. 2016 Apr;103:16-26 Link

Das „Journal of Bone and Mineral Research“ veröffentlichte eine Studie (13), die die Wirksamkeit von CBD bei der Heilung von Knochenbrüchen besttigt. Israelische Wissenschaftler der Tel Aviv und Hebrew Universitäten konnten heraus finden, dass CBD im Heilungsprozess den Knochen stärken kann.

(13) Kogan NM, J Bone Miner Res. 2015 Oct;30(10):1905-13. doi: 10.1002/jbmr.2513. Epub 2015 May 10. Cannabidiol, a Major Non-Psychotropic Cannabis Constituent Enhances Fracture Healing and Stimulates Lysyl Hydroxylase Activity in Osteoblasts. Link

Eine weitere Studie bestätigte diese Ergebnisse. In dieser Studie fand man heraus, dass die CBD-Behandlung den Serumspiegel von Osteocalcin erhöhte (14) und die Knochenmineraldichte erhöhte. Das Ergebnis war ein erhöhtes Knochenvolumen und eine erhöhte Kompressionslast.

(14) Eur J Pharmacol. 2017 Aug 15;809:13-19. doi: 10.1016/j.ejphar.2017.05.011. Epub 2017 May 4. Cannabidiol administration reduces sublesional cancellous bone loss in rats with severe spinal cord injury. Link

 

Eine äußerst interessante Eigenschaft von CBD ist die krampflösende Eigenschaft. In der Behandlung von Epilepsie und schweren Spastiken konnten mit CBD-Extrakten bereits gute Erfolge erzielt werden(28). Auch bei muskulären Überberbeanspruchungen zeigten sich in unseren Feldversuchen gute Ergebnisse.

(28)Hussain S.A., Zhou R., Jacobson C., Weng J., Cheng E., Lay J., Hung P., Lerner J.T., and Sankar R.: Perceived efficacy of cannabidiol-enriched cannabis extracts for treatment of pediatric epilepsy: A potential role for infantile spasms and Lennox–Gastaut syndrome. Epilepsy & Behavior, Volume 47, June 2015, pp. 138-141 Link
(29)Jones, N. A., Hill A. J., Smith I., Bevan S. A., Williams C. M., Whalley B. J., and Stephens G. J.: Cannabidiol Displays Antiepileptiform and Antiseizure Properties In Vitro and In Vivo. Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, 2010 Feb; 332(2): 569–577 Link

 

 

Wissenschaftliches über den Endocannabinoid-System-Booster

Bei CBD handelt es sich um einen relativ hochpreisigen, aber sehr potenten Rohstoff. Das Ziel von CANNASPORT war und ist es, dem Sportler die optimale Funktion bei geringstmöglichem Bedarf an CBD zu bieten. Dies spiegelt sich einerseits in unserem Rohstoff wider, dessen Struktur so aufgebaut ist, die maximal schnelle und effektive Aufnahme im Körper zu ermöglichen. Zusätzlich wollen wir dem Körper die optimalen Rahmenbedingungen liefern, um den Aufnahmeprozess und die Wirksamkeit des CBD-Extrakts weiter zu steigern. Dies schaffen wir durch eine einzigartige, rein pflanzliche Wirkstoffkombination. Der „ECS-Booster“ wird ebenso wie der CBD-Extrakt sublingual über die Mundschleimhaut aufgenommen und schickt dem Körper einerseits Botenstoffe, um den körpereigenen Cannabiniod-Spiegel (Endocannabiniod-Spiegel) zu erhöhen. Auf der anderen Seite soll er auch dazu dienen, die Wirkung und die Einlagerung der danach zugeführten CBD-Drops zu verbessern. Diese geschützte Rezeptur ist einzigartig und das Alleinstellungsmerkmal von CANNASPORT. Für alle verwendeten Substanzen gibt es breite Literatur, Untersuchungen und Studien, die wir Ihnen auf diesem Wege näher bringen möchten.

β-Caryophyllen

β-Caryophyllen – auch BETA-Caryophyllen, abgekürzt BCP genannt, ist eine natürliche Substanz, die in zahlreichen Pflanzen zu finden ist. Studien zeigen, dass BCP ist in der Lage ist, mit einigen der Rezeptorstellen des Endocannabiniod-Systems, genau gesagt dem für die CBD-Aufnahme wichtigen CB2-Rezeptor zu interagieren (15). Durch seine Funktion als CB2-Agonist erreicht BCP auch seine entzündungshemmenden, beruhigende, Antibakterielle, krampflösende und antioxidative Wirkung, was es zur sinnvollen Ergänzung von CBD macht. Die im ECB-Booster enthalten Pflanzen Melissen- und Dostenkraut-Tinkturen enthalten diesen wichtigen Pflanzenstoff.

(15)Jürg Gertsch,Br J Pharmacol. 2010 Jun; 160(3): 523–529.Phytocannabinoids beyond the Cannabis plant – do they exist? Link

Zwei bereits im Jahr 2004 (16) und 2005 (17) veröffentlichte Studien zeigen, dass die früher als Heilpflanze geltende Pflanze Echinacea (Sonnenhut) Substanzen enthält, die ähnlich wie Cannabinoide wirken, aber keine pychoaktiven Effekte auftreten. Hierbei wird gezeigt, dass die in der Echinacea enthaltenen Alkylamide eine Ähnlichkeit mit den körpereigenen Anandamiden aufweisen. Diese Anandamide sind Liganden der Endocannabinoid-Rezeptoren und binden an die CB-Rezeptoren.

(16) Juerg Gertsch, Roland Schoop, Urs Kuenzle, Andy Suter: Echinacea alkylamides modulate TNF-α gene expression via cannabinoid receptor CB2 and multiple signal transduction pathways Link
(17) Karin Woelkart, Wei Xu, Ying Pei, Alexandros Makriyannis, Robert P. Picone, Rudolf Bauer: The Endocannabinoid System as a Target for Alkamides from Echinacea angustifolia Roots. Link

Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich haben in der 2006 im „Journal of Biological Chempstry“ veröffentlichten Studie (18) gezeigt, dass N-Isobutylamide eine neue Klasse von Cannabino-Mimetika darstellen, die an die peripheren CB2-Cannabinoid-Rezeptoren auf Immunzellen (T-Lymphozyten) binden, aber nicht an die CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Der im Zusammenhang mit Echinacea oft berichtete immunstimulierende Effekt könnte durch die Interaktion mit den CB2-Rezeptoren zusammen hängen.

(18) Stefan Raduner, Adriana Majewska, Jian-Zhong Chen, Xiang-Qun Xie, Jacques Hamon, Bernard Faller, Karl-Heinz Altmann, Jürg Gertsch: Alkylamides from Echinacea Are a New Class of Cannabinomimetics: CANNABINOID TYPE 2 RECEPTOR-DEPENDENT AND -INDEPENDENT IMMUNOMODULATORY EFFECTS. Link

Das in Rotklee enthaltene Isoflavonoid Genistein bei der Fettsäureamidhydrolase (FAAH) eine entscheidende Rolle. FAAH ist das Enzym, das für den Abbau des endogenen CB Rezeptorliganden Anandamid verantwortlich ist. (19) Untersuchungen im Rahmen dieser Studie zeigen, dass Genistein dieses Enzym und somit die enzymitische Hydrolyse (Abbau) von Anandamid hemmt.

(19) Thors L, Alajakku K, Fowler CJ. The ‘specific’ tyrosine kinase inhibitor genistein inhibits the enzymic hydrolysis of anandamide: implications for anandamide uptake. Br J Pharmacol. 2007;150:S951–S960. Link

Der Schwarzkümmel (Nigella Sativa) ist aufgrund seiner vielfältigen Wirkungen eine der meist untersuchten Pflanzen. Zahlreiche Studien belegen die Wirkung des Schwarzkümmels.

4.1 Schwarzkümmel als Entzündungshemmer und Schmerzstiller

Bereits im Jahr 1995 kam man in Laborstudien dem entzündungshemmenden und schmerzlindernden Mechanismus auf die Spur (20). Das im Schwarzkümmel enthaltene Thymoquinon unterbindet die Bildung von Eikosanoiden, welche an der Entstehung entzündlicher Prozesse beteiligt sind.

(20) Houghthon PJ, Fixed oil of Nigella Sativa and derived thymoquinone inhibit eicosanoid generation in leukocytes and membrane lipid peroxidation Link

4.2 Schwarzkümmel bei Asthma

Gerade bei Outdoor-Sportlern sind belastungstypische Asthma-Beschwerden keine Seltenheit. Gerade bei Anti-Doping-getesteten Leistungssportlern ist die Verwendung von Asthma-Sprays immer mit einer kleinen Portion Restrisiko verbunden. Indische Wissenschaftler testeten in einer Studie(21) über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg Nigella-Savita-Extrakt bei Asthmapatienten. Genaue Analysen sowie Lungenfunktionstext zeigten eine herhebliche Verbesserung der Symptome. Auch wurde beobachtet, dass die Wirkung von konventionellen Asthma-Medikamenten verbessert wurde.

(21) Boskabady MH, The possible prohylactic effect of Nigella sativa seed extract in sthmatic patients Fundam Clin Pharmacol. 2007 Oct;21(5):559-66. Link

4.3 Schwarzkümmel bei Rheuma

Interessant sind auch die Ergebnisse einer Studie von Schwarzkümmelöl bei Patienten mit Rheumatischer Arthritis (22) . 2010 wurden 40 Patientinnen mit dieser Diagnose anfangs mit Placebo, im Anschluss mit zweimal täglich jeweils 500 mg Schwarzkümmelöl Kapseln behandelt. Schmerz und Bewegungseinschränkungen sanken bei der Behandlung rapide, im Gegensatz zur Vergleichsphase mit dem Placebo: Gelenkschwellungen und morgendliche Steifheit gingen zurück, und auch im Labor sanken die Indikator-Werte um über 40%.

(22) Gheita TA, Effectiveness of Nigella sativa oil in the management of rheumatoid arthritis patients: a placebo controlled study. Link

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Alkohol die Konzentration von Cannabinoiden im Körper erhöht und deren Wirkung verstärkt (25)(26). Diese Tatsache machen wir uns beim ECS-Booster zu Nutzen. Der ECS-Booster ist auf Basis von 66 prozentigem Alkohol. Bereits wenige Tropfen auf der Mundschleimhaut werden über die Rezeptoren aufgenommen. Neben der schnellen Aufnahme der zuvor beschriebenen Pflanzenstoffe sorgt der Alkohol auch dafür, dass die danach eingenommenen CBD-Tropfen schneller und konzentrierter in den Blutkreislauf gelangen. Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit hat diese geringe Alkoholaufnahme keine. 10 Tropfen des ECS-Boosters sind vergleichbar mit 5,4ml Bier oder 2,3ml Wein. Ergänzend sei noch anzumerken, dass die unten angeführten Studien vorrangig auf die Konzentration von THC untersucht wurden. Klinische Studien in Zusammenhang mit Alkohol und reinem CBD gibt es zum bisherigen Zeitpunkt noch keine. Es ist allerdings anzunehmen, dass auch die Konzentration und Aufnahme der anderen Cannabinoide begünstigt wird.

(25) Hartman RL, Controlled Cannabis Vaporizer Administration: Blood and Plasma Cannabinoids with and without Alkohol Clin Chem. 2015 Jun;61(6):850-69. doi: 10.1373/clinchem.2015.238287. Epub 2015 May 27. Link
(26) Hartman RL, Controlled vaporized cannabis, with and without alcohol; subjective effects and oral fluid-blood cannabinoid relationships, Drug Test Anal. 2016 Jul;8(7):690-701. doi: 10.1002/dta.1839. Epub 2015 Aug 10. Link